Der Admiralspalast verwandelt sich im Sommer 2017 in einen Festival-Spielort.

Vom 15. Juli bis 20. August bespielt das Traditionshaus an der Friedrichstraße alle Etagen mit Konzerten, Lesungen, Musicals und Shows für Groß und Klein!

Admiralspalast Berlin

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Admiralspalast Berlin

Der Admiralspalast bietet im historischen Theatersaal, dem charmanten F101 oder dem modernen Studio eine große Programmvielfalt.

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Schweben Sie durch unseren historischen Theatersaal von der Bühne bis zur Mittelloge.

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An unseren Bars servieren wir Ihnen kalte und heiße Getränke, sowie frisch gebackene Laugenbrezeln und Eis.

Unsere Geschichte

Kaum ein Kulturstandort hat so viel Geschichte erlebt wie der Admiralspalast. Das Ende der Kaiserzeit, die „Goldenen Zwanziger Jahre“, die Weltwirtschaftskrise, die NS-Zeit, die Gründung der SED, die Wende und den Wiederaufbau Ost.

Das Haus an der Friedrichstraße kann auf eine über hundertjährige bewegte Geschichte zurückblicken, die neben den historischen Entwicklungen auch von ganz unterschiedlichen kulturellen Einflüssen geprägt war.

Ob Eisarena, Revuetheater oder Operettenhaus - seit jeher stand und steht der Admiralspalast synonym für den Kultur- und Vergnügungsrausch Berlins. 

1873 Mitten in der Berliner Innenstadt, an der Friedrichstraße 101/102, wird bei Bauarbeiten auf dem Gelände des Restaurants "Admiralsgarten" eine artesische Solequelle entdeckt. Als eines der ersten öffentlichen Bäder Berlins wird das Restaurant daraufhin von den Architekten Kyllmann und Heyden zum “Admirals-Gartenbad” ausgebaut. Ihren Namen verdankten Restaurant und Badeanstalt übrigens dem nahegelegenen Admiralsquartier am Schiffbauerdamm, in welchem sich viele Offiziere der Marine mit ihren familien angesiedelt hatten.

1889/1890 Das “Admirals-Gartenbad” wird nach den Plänen von Regierungsbaumeister Gause zu einer dreigeschossigen Badeanstalt ausgebaut. Das Bad rühmt sich damit, das “modernste Europas” und eines der ersten in Berlin zu sein. Die Cholera-Epidemien von 1860 hatten das Thema Hygiene in de Fokus der Öffentlichkeit gerückt, wobei sich die Badeanstalt preislich von Anfang an an das gehobene Bürgertum richtete.

1911 Nach Abriss des Admirals-Gartenbads und Neubau auf dem Grundstück Friedrichstraße 101 wird der “Admiralspalast” am 20. April als “neues, weltstädtisches Etablissement” eröffnet. Unter dem Dach des Admiralspalastes – eines der ersten Vergnügungspaläste überhaupt – befinden sich nun: die Tag und Nacht geöffneten russisch-römischen Luxus-Thermen im vornehmsten Stil auf 2.600 Quadratmetern, ein römisches Café, ein Billardzimmer, vier Kegelbahnen, ein luxuriöses Lichtbild-Theater und als absolute Kuriosität: eine Indoor-Eislaufarena. In dieser werden neben Eisrevuen auch Eishockeyspiele und Boxkämpfe ausgetragen.

1913 Der Admiralspalast ist der einzige Eispalast der Welt.

1922 Umbau der Eislaufarena zum “Welt-Varieté” im Art-Déco-Stil nach Plänen von Oskar Kaufmann und Richard Wolffenstein.

1923 Der Operettenregisseur Herrmann Haller wird neuer Direktor. Das Theater wird zu einem Revuetheater mit dem Namen “Theater im Admiralspalast” umgebaut.

1939 Fusion mit dem Metropoltheater in der Behrenstraße (heute Sitz der Komischen Oper) unter Heinz Hentschke. Auf Anordnung des Reichsministers Goebbels beginnt am 20. Dezember der Umbau des Theaters in eine “festlich-schöne Erholungsstätte”.

1941 Wie in alle Berliner Theater wird auf Führerbefehl eine prominente Loge in den ersten Rang eingebaut. Der Admiralspalast ist jedoch das einzige Theater der Hauptstadt, das auch heute noch über diese Mittelloge verfügt. Dort befinden sich nun 16 komfortable Plätze der ersten Klasse, welche bei den meisten Veranstaltungen ganz regulär gebucht werden können.

1944 Am 1. September werden alle Berliner Theater auf Anordnung der NSDAP wegen der Ausrufung des “Totalen Krieges” geschlossen.

1945 Die “Deutsche Staatsoper” zieht in den Palast ein und nutzt ihn bis 1955 als Interimsspielstätte. Am 23. August wird die erste Spielzeit mit einem Festkonzert wiedereröffnet. Zudem werden die ersten DEFA Nachkriegsfilme gezeigt, beispielsweise Die Mörder sind unter uns mit Hildegard Knef.

1946 Auf dem “Vereinigungsparteitag” vom 21.-22. April werden auf Anordnung KPD und SPD zur SED zusammengeschlossen. Im Theatersaal erfolgt der Handschlag zwischen Otto Grotewohl und Wilhelm Pieck.

1947 Yehudi Menuhin spielt am 3. Oktober Wagner’s Tristan und Isolde im Theatersaal.

1948 Bertolt Brecht nimmt mit Helene Weigel an einer Friedenskundgebung des Kulturbundes im Admiralspalast teil.

1950 Mit einem feierlichen Festakt am 24. März gründet die DDR die Deutsche Akademie der Künste (DAK) in Ostberlin im Admiralspalast.

1953 Das Kabarett “Die Distel” wird im ehemaligen Casino/ Kino im Vorderhaus des Admiralspalastes eröffnet.

1955 Am 21. Dezember wird nach Auszug der Deutschen Oper das “METROPOL-Theater im Admiralspalast” mit der Operette Die Fledermaus von Johann Strauss eröffnet. Das Operetten- und Musicalhaus wird nun vom Ensemble des ehemaligen Metropoltheaters in der Behrenstraße (heute Komische Oper) betrieben und zeigt neben großen klassischen Operetten auch Broadway-Musicals wie My Fair Lady und Annie Get Your Gun.

Im Vorderhaus des Admiralspalastes wird das "DDR-Presse-Café” eingerichtet. Dort trifft sich die DDR-Bohème.

1979 Als Gründungsort der SED wird der Admiralspalast in die zentrale Denkmalliste der DDR aufgenommen.

1990 Der Admiralspalast steht auf der Abwicklungsliste des Senats, die Stadt wollte die Subventionszahlungen schnell senken.
Der Denkmalschutz des Admiralspalastes wird in die gesamtdeutsche Denkmalliste überschrieben.

1995 Das landeseigene Metropoltheater wird in die private “Metropol-Theater Betriebsgesellschaft mbH” mit René Kollo als Intendant umgewandelt.

1997 Am 31. Juli schliesst das “Metropoltheater im Admiralspalast” und ein Teil der Geschichte Berlins.

1999 Peter Bejach, ehemaliger Leiter der Staatsoperette Dresden, startet eine Initiative, den Admiralspalast wieder zu beleben, was jedoch wegen geringer finanzieller Mittel scheitert. Ein neuer Investor wird gesucht.

2002 Der Senat entscheidet, den Gebäudekomplex als Kulturstandort zu erhalten.

2003 Im Juli erwirbt Falk Walter, Betreiber der arena Berlin, zusammen mit vier weiteren Gesellschaftern in einem Bieterverfahren das Gebäude vom Liegenschaftsfonds des Landes Berlin.

2006 Nach denkmalgerechter Sanierung und Modernisierung wird das neue Admiralspalast Theater am 11. August 2006 mit der Premiere der Dreigroschenoper neu eröffnet. Kurz darauf werden das Admiralspalast Studio sowie die Konzert- und Galerieräume 101 eingeweiht. Weitere Highlights sind das umjubelte Jan Delay-Konzert, STOMP und die diversen Produktionen der Theatercompany Familie Flöz.

2007 Max Raabes Palastrevue und Helge Schneider gastieren erstmalig mit großem  Erfolg im Haus, ebenso wie die Radio Fritz Nacht der Talente, die Slampoetry-Show Lokalrunde und das Improvisationstheater Theatersport Berlin. Die Dauerbrenner-Comedy Cavewoman feiert ihre Premiere im Haus, The Bar at Buena Vista begeistert mit kubanischen Klängen, die Kästner-Lesung Als ich ein kleiner Junge war berührt. Und Jopi Heesters fasziniert die illustre Gästeschar an seinem 104. Geburtstag mit einem Medley seiner größten Erfolge.

2008 Die Produktionen Slava’s Snowshow und Der Kleine Prinz verzaubern große wie kleine Zuschauer mit poetischen Bildern, Swing Royal wird erstmals zum Pflichttermin für Rockabillies und Swingfans gleichermassen. Ute Lemper und Meret Becker bringen authentisches Cabaret-Gefühl auf die Admiralspalastbühnen. Mit My Fair Lady startet eine weitere erfolgreiche Eigenproduktion, The Rocky Horror Show lockt die schrägsten Vögel der Stadt in das Haus. Rufus Wainwright, Thomas D und Death Cab For Cutie sorgen für die Konzert-Highlights des Jahres.

2009 In Swan Lake beeindrucken über 100 Tänzer und Artisten mit ihrer Kraft und Poesie. Eine Vielzahl Comedians und Kabarettisten wie Dr. Eckart von Hirschhausen und Volker Pispers beehren die Bühnen des Hauses und mit The Producers – Frühling für Hitler kommt das witzigste Musical aller Zeiten endlich nach Deutschland. Weitere musikalische Höhepunkte: Antony & The Johnsons, die Rock and Roll-Jungspunde Kitty, Daisy & Lewis, Götz Alsmann und Gayle Tufts.

2010 Rainald Grebe kehrt mit neuem Programm ebenso gerne ins Haus zurück wie Kurt Krömer und Otto. Ulrich Tukur entführt die Mezzanotte, Randy Newman ätzt und swingt und Serj Tankian präsentiert Symphonisches.

Der bisherige Betreiber, die Admiralspalast Produktions GmbH muss dennoch Insolvenz anmelden.

2011 Nach einer kurzen Zeit des Übergangs übernimmt die in Düsseldorf ansässige Unternehmensgruppe “Mehr! Entertainment” den Admiralspalast mit der "Admiralspalast Betriebs GmbH".

Damit hat für das traditionsreiche Haus eine neue Ära begonnen, die den Ursprungsgedanken des “Warenhauses des Vergnügens” mit Verve, Eleganz und Leidenschaft aufgreift und ins Jetzt überführt.

Seinem abwechslungsreichen und spektakuläre Programm bleibt der Admiralspalast aber selbstverständlich treu: internationale Musiker und Bands wie R. Kelly, die Arctic Monkeys, Cyndi Lauper oder  James Blake bescheren unseren Zuschauern unvergessliche Konzertabende. Für ein Lachmuskeltraining sorgen Kult-Komiker Helge Schneider  und die selbsternannte Prinzessin vom Plattenbau Cindy aus Marzahn.

2012: Musikalisch untermalt wird das Jahr von international angesehenen Größen wie Genesis, die Simple Minds oder The XX. Die kalifornische Rockband Linkin Park rocken im Rahmen des Telekom Street Gigs den großen Theatersaal: mit spektakulären Lichteffekten und einer Mischung aus alten und neuen Hits begeisterten sie das ausverkaufte Haus.
Allseits beliebte Produktionen wie Phantom der Oper oder Der kleine Prinz runden das gelungene Jahr ab.

2013: Für schöne Erinnerungen sorgt unter anderem das Disney-Musical Die Schöne und das Biest. Roger Willemsen liest aus seinem Buch  „Momentum“ und Poeten der deutschen Musik wie die Sportfreunde Stiller, die Wise Guys oder Matthias Reim sorgen für Gänsehautmomente.

2014: Es  sollte nicht nur ein Jahr für Fußballer werden, sondern auch für Kultur-Liebhaber. Seit über 25 Jahren tritt der Erfolgsgarant Stomp in der ganzen Welt auf und auch in diesem Jahr begeistern die Artisten im Admiralspalast mit der hohen Kunst des Fingerschnippens, Besenschwingens und Mülltonnenklapperns. Weitere Highlights bietet das hochkarätige Konzertprogramm mit Künstlern wie Vanessa Paradis, Bosse, Lykke Li oder Foreigner.  

2015: Fans von Show- und Musicalprogrammen kommen natürlich auch in diesem Jahr wie immer nicht zu kurz. So verbiegen die Ehrlich Brothers bei uns wieder Zugschienen mit bloßen Händen, Thriller – Live lässt den King of Pop wieder aufstehen und Soy de Cuba glänzt mit Charme und Lebensgefühl. Konzerte mit Künstlern wie Tim Bendzko, Sarah Connor, Olli Schulz & Band und Oonagh sind nur ein Teil des vielfältigen Musikprogramms.

2016: Bei Mogwai plays Atomic untermalen die schottischen Rock-Legenden live die eindrückliche BBC-Dokumentation über Nuklearenergie. Die ausverkauften Konzerte von The Lumineers, Conchita Wurst und Katie Melua sind weitere Höhepunkte des Konzertprogramms.

Die Comedy-Highlights bilden Johann König, Atze Schröder und Newcomer Chris Tall. Auch YouTube-Phänomen Miranda Sings ist erstmalig auf Deutschland-Tour und bringt den Admiralspalast mit ihrem absichtlich „schlechten“ Gesang, zum Lachen. 
Im Dezember 2015 wäre Frank Sinatra 100 Jahre alt geworden. Als Hommage an diesen einzigartigen Entertainer ist die Sinatra & Friends Tournee zu Gast im Admiralspalast und erweckt die Erinnerungen an das legendäre „Rat Pack“.  

2017: In diesem Jahr macht der Admiralspalast keine Sommerpause. Zum ersten Mal verwandelt sich das Traditionshaus in einen Festival-Standort und bespielt alle Etagen mit Konzerten, Musicals und Shows für Groß und Klein. Neben großen Musical-Produktionen wie Cats finden sich Berliner Inszenierungen wie Der Hauptmann von Köpenick oder Grimm! sowie viel Märchenhaftes wie beispielsweise der Märchen Poetry Slam oder Der Teufel mit den drei goldenen Haaren. Wie jedes Festival hat auch das SOFA seine Besonderheiten und startet mit einem Konzert der legendären Tiger Lillies, verzaubert mit Manual Cinema‘s Ada/Ava und verzaubert die kleinen Besucher mit Rotkäppchen und der Aufschneider.

 

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