Mehr! Theater am Großmarkt - Die Entstehung


Die Hamburger Großmarkthalle wurde 1962 unter der Leitung des Architekten Bernhard Hermkes fertiggestellt und setzte mit ihrer futuristischen Architektur aus Glas und Beton schon damals Maßstäbe. Heute steht sie als eines der letzten Beispiele von Spannbetonbauten in Hamburg unter Denkmalschutz.


Am 14. November 2012 haben die Freie und Hansestadt Hamburg, vertreten durch die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation/Landesbetrieb Großmarkt und Mehr! Entertainment einen Vertrag für den Neubau eines Theaters in einem Teilbereich der 40.000 m² großen Hamburger Großmarkthalle unterschrieben. Das Denkmalschutzamt der Stadt Hamburg hat die Gespräche und Planungen intensiv begleitet. Unter Berücksichtigung aktueller Anforderungen gelingt die Verbindung einer neuen Kulturstätte mit allen bestehenden Händlern des Großmarktes.


Am 7. März 2015 feierte das neue Mehr! Theater am Großmarkt Eröffnung! Damit präsentierte sich der Großmarkt, ein typisches Stück Hamburg, erstmals mit neuer Kulturstätte der Öffentlichkeit und wird außerhalb der Handelszeiten für ein breiteres Publikum erlebbar. 


Das Mehr! Theater wurde komplett in die bestehende Hamburger Großmarkthalle integriert. Die Deckenstruktur aus Spannbetonbögen sowie die räumliche Höhe der Großmarkthalle von rund 20 Metern wurden bei der architektonischen Gestaltung der Spielstätte respektvoll bewahrt und eindrucksvoll in Szene gesetzt.


Als Verwandlungskünstler wird die visionäre Spielstätte neue Maßstäbe setzen und vielfältige Möglichkeiten für Theater- und Musicalproduktionen, Shows, Events, Rock- und Popkonzerte sowie Ausstellungen bieten. Der Saal ist für bis zu 2.400 Sitzplätze ausgelegt, in einer Kombination aus Steh- und Sitzplätzen finden bis zu 3.500 Zuschauer Platz. Mit einer variablen  Bühnenbespielbarkeit von 320 m² bis 1.440 m² ist die Bühne von bis zu vier Seiten einsehbar und für die verschiedensten Produktionen nutzbar. 

 

Der Saal, das Foyer und die Bars sind großzügig und offen gestaltet; die innere Bauweise verzichtet auf störende Trennwände oder Zwischendecken. Neben der besonderen Architektur besticht das Gebäude auch mit seiner direkten Anbindung an die Wasserkante und als zukünftiger östlicher Zielpunkt des Speicherstadtboulevards.